PCT: Meilen 110 (Warner Springs) – 152 (Paradise Valley Café)
15. Mai 2019
PCT: Auf und Abstieg des Mount San Jacinto (Meilen 177-210)
25. Mai 2019
Zeig alles

PCT: Meilen 152 – 179 (Idyllwild via Devil Slide)

Vom Paradise Valley Café ging es wieder zurück zum Trail. Nun war ein Aufstieg angesagt: 7200 Fuß (2200 Höhenmeter) im Anstieg und 3900 Fuß (1200 Höhenmeter) Abstieg. – Warum kann man eigentlich keine Brücken zwischen benachbarten Bergen bauen?

Gleich am Parkplatz gab es noch mal Trailmagic. Hier haben zwei Trailangel Getränke, gesponserte Outdoornahrung und gesponserte Schlauchtücher an die Hiker gegeben. War schön, aber leider hat auch alles Gewicht. Nichts desto trotz, geht es weiter.

Nach 5 Meilen musste ich dann wieder mal Wasser auftanken. Dort gab es noch größere Pfützen von Wasser, aus denen man schöpfen konnte. Danach natürlich filtern. Man will ja weder Insekten noch Keime in seiner Trinken haben. Denn das nächste Wasser war ein gutes Stück weg.

Pause an der Wasserstelle

An der Wasserstelle hab ich dann etwas Pause gemacht und bin dabei auf zwei andere Hiker getroffen. Cyndia kannte ich bereits, wir sind ein paar Tage zusammen gelaufen, bis auch sie verletzungsbedingt pausieren musste. Die andere Hikerin kannte ich noch nicht. Aber so sind wir zusammen noch ein gutes Stück weiter gelaufen. Noch war der Ausblick sehr idyllisch.

Ausblick während des Aufstiegs

Und nach und nach machten wir immer mehr Höhenmeter.

Ausblick auf Lake Hemmet (wenn ich mich nicht täusche)

Mal gingen wir relativ nah beeinander, dann hat es sich auch wieder (Pausen und Geschwindigkeitsbedingt) auseinander gezogen.

Und immer schön im Gänsemarsch…

Irgendwann kamen wir dann am Cedar Spring Valley an. Das liegt leider nicht am Trail, sondern eine Meile Abseits (und etliche Höhenmeter runter). Dort hab ich neben ein paar anderen Wanderern auch Lunchbox getroffen, die mit ihren Eltern ein paar Tage gemeinsam geht. Wir haben uns beim Abend essen kochen noch kurz gemeinsam unterhalten, dann ging es in den Schlafsack.

Am nächsten Morgen wieder Wasser filtern und los. Bin anfangs mit den beiden Frauen vom Vortag gestartet, aber da ich ein niedrigeres Tempo hatte dann doch zurück gefallen. So hab ich dann gleich noch eine größere Pause gemacht.

Wanderstöcke in den Boden gerammt, vermutlich ein universelles Zeichen für Pause.

Kurz danach haben mich dann Lunchbox mit ihren Eltern eingeholt. So sind wir gemeinsam weiter gelaufen.

Die Eltern von Lunchbox

Zunehmend hat sich auch die Landschaft verändert und man sah die Nachwirkungen des Waldbrandes

Langsam verändert sich die Landschaft

Nach etlichen Höhenmeter und ein paar Meilen haben wir dann unser Zelt an einem Sattelpunkt aufgebaut. Leider hat der Wind sehr ordentlich gepfiffen. Da ich einen Zeltplatz mit recht wenig Windschutz hatte, fühlte ich mich in meinem Schlafsack sandgestrahlt. Am Ende war es mir dann zu viel und ich bin um 22 Uhr abends noch zu einer Nachtwanderung aufgebrochen. 1,5 Meilen voraus gab es dann ein weiteren Zeltplatz. Aber der war auch windig. So hab ich mich dazu entschieden nicht mein Zelt aufzubauen, sondern zu Cowboy-Campen (also ohne Zelt zu schlafen). Hab mich nur in das Innenzelt gelegt (aber ohne es aufzuspannen), dass ich auch noch am nächsten Morgen alle meine 7 Sachen habe.

Danach hat sich auch das Wetter drastisch verändert. Und da ich mitten. in den Bergen in den Wolken war, haben Wind und Regen ganze Arbeit geleistet.

Kahle, gruselige Landschaft

So blieb mir auch kaum ein Moment um Pause zu machen.

Der Versuch Pause zu machen war nicht besonders erfolgreich.

So bin ich dann doch bis nach Idyllwild in einem Zug durch gelaufen. Statt auch noch den letzten Berg mitzunehmen hab ich eine kleine Alternativroute genommen. Dort war ich etwas besser vor dem Wind geschützt.

Auch die Alternativroute war äußerst schön – aber genauso verregnet.

Runter ging es über die Devil Slide. Eine kleine Nebenroute mit 2,5 Meilen Länge, auf denen man etliche Höhenmeter einbüßt, und die natürlich wieder nicht zum PCT, und somit zu den offiziellen Meilem zählt….

In Idyllwild angekommen hab ich mir dann ein Hotelzimmer genommen, nach einem kurzen Telefonat mit der Familie zuhause heiß geduscht und meine Wäsche gewaschen. Abends hat mich die Familie von Lunchbox noch zum gemeinsamen Essen eingeladen. Wir haben zusammen gekocht, da sie ein kleines Ferienhaus gemietet hatten.

Loki
Loki
Hi, ich bin Lucas, aber meine Freunde nennen mich Loki. Ich habe 2011 mit dem Fernwandern, bzw. Pilgern, angefangen und suche mir inzwischen immer mehr und auch immer größer werdende Herausforderungen. Über meine Erfahrungen berichte ich gerne, damit nicht jeder meine Fehler wiederholen muss. Aber auch damit ihr Ideen bekommt, was sich bei mir oder anderen bewährt hat. Neben dem Wandern beschäftige ich mich gerne mit der Fotografie. Darüber hinaus treffe ich mich gerne mit Freunden zum gemeinsamen Kochen oder einen gemeinsamen Spieleabend. Ich hoffe, ich konnte euch etwas interessantes bieten und ihr lasst einen Kommentar da.

1 Comment

  1. BriMa sagt:

    Hallo Lucas, verfolgen dich ganz gespannt auf deiner Reise! Sieht wirklich atemberaubend schön aus – und das ist ja jetzt „erst“ die Wüste 😉
    Gutes Durchhalten – hoffe die Blasen halten sich bisher in Grenzen!
    Viele Grüße aus Bayern
    Brigitte und Matthias

Schreibe eine Antwort zu BriMa Antwort abbrechen