Vorbereitung auf einen Thru-Hike
21. April 2019
PCT: Meile 20-42
29. April 2019
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PCT: Meile 0-20

Ich finde, dass es an der Zeit ist ein ersten Bericht vom PCT zu schreiben. Ich hab es zum Lake Morena geschafft. Der befindet sich etwa an Meile 20. Während andere zum Teil nur 1 Tag gebraucht haben, hab ich mir dafür 2 Tage Zeit genommen. Ich bin definitiv die Belastung nicht gewohnt und muss es langsam angehen.

Ich stehe am Southern Terminus bei SonnenaufgangDie ersten Eindrücke waren auf jeden Fall sehr beeindruckend: Zum Southern Terminus (Südlicher Endpunkt) wurden wir von freiwilligen Helfern gefahren. Dort haben wir dann ein paar Fotos gemacht und sind aufgebrochen. Die Mannschaft die zusammen gestartet ist, hat sich etwas auseinander gezogen, viele habe ich aber an der Meile 15 (Houser Creek) wieder getroffen. Einige sind direkt durch gelaufen, wieder andere sind etwas kürzer gelaufen.

Der Trail selbst ist wirklich wunderbar. Kein Vergleich zu dem, was ich aus Spanien kenne. An vielen Stellen ist sehr schmal. Und was wirklich noch beeindruckender ist: Ich hab mehrere Kilometer weit kein einziges Teil Müll gesehen. Nicht mal ein Fitzelchen.

Dafür habe ich etliche Tiere bisher getroffen: Etliche Vögel, Reptilien, Schlangen (auch meine erste Klapperschlange…), ein Kaninchen und etliches mehr.

Ein paar Meilen weiter konnte ich noch mal ein Blick zurück werfen. Die Grenze ist wirklich deutlich erkennbar. Und die Präsenz der Boarder Patrol ist sehr groß.

In der Wüste ist es wirklich von großem Vorteil, dass es dieses Jahr so viel geregnet hat. Ich konnte an vielen Stellen Wasser holen, die häufig trocken sind. So muss ich weniger Wasser tragen (meist „nur“ etwa 3L). Ich hab zum Teil mit Leuten aus der Gegend geredet, die mir erzählt haben, dass an einigen Stellen seit 15 Jahren in der Saison kein Wasser war. Nichtsdestotrotz hab ich es geschafft, dass ich zu wenig Wasser mitgenommen habe. Auf einer Strecke von etwa 15km gab es kein Wasser. Dort hab ich nur 3,5L Wasser mit genommen. Leider hab ich unterschätzt wie sehr die Sonne am Nachmittag runter knallt, man deutlich langsamer unterwegs ist, und man entsprechend mehr Wasser braucht. Wenn ich es richtig einschätze, hatte ich ein Hitzschlag am Abend (Nasenbluten, völlige Erschöpfumg und erst nachdem ich ein Liter getrunken und etwas geruht habe wurde es besser. Jetzt weiß ich es für das nächste Mal.

Das ist im übrigen der „Lake Morena“. Neben Wasser bietet er auch einen Campingplatz. Das bedeutet: Zivilisationsluxus (WLan, Duschen, Wasser, eine Toilette, …). Außerdem auch: Trailmagic. Ein paar ehemalige Thruhiker treffen sich hier jedes Jahr wieder und bereiten den Wanderern eine Freude (Bratwürste, Salat, Spaghetti, frische Getränke, …).

Loki
Loki
Hi, ich bin Lucas, aber meine Freunde nennen mich Loki. Ich habe 2011 mit dem Fernwandern, bzw. Pilgern, angefangen und suche mir inzwischen immer mehr und auch immer größer werdende Herausforderungen. Über meine Erfahrungen berichte ich gerne, damit nicht jeder meine Fehler wiederholen muss. Aber auch damit ihr Ideen bekommt, was sich bei mir oder anderen bewährt hat. Neben dem Wandern beschäftige ich mich gerne mit der Fotografie. Darüber hinaus treffe ich mich gerne mit Freunden zum gemeinsamen Kochen oder einen gemeinsamen Spieleabend. Ich hoffe, ich konnte euch etwas interessantes bieten und ihr lasst einen Kommentar da.

2 Comments

  1. BriMa sagt:

    Dankeschön für die ausführliche Berichterstattung 🙂 Wir reisen von zu Hause aus mit und freuen uns sehr über die Bilder und Erzählungen!

  2. Hallo Lucas,

    ein schöner Startbericht von Deiner ersten Etappe und hübsche Fotos. (-:
    Ich verfolge gerne weiter Deinen langen Marsch.

    Falls Du mal rastest und Lust auf Lesen hast – Ich habe Dir den Link zum Tagebuch meiner Indienreise angehängt.

    Viele Grüße vom ehemaligen MRT-Kollegen
    Andreas

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